Fachbegriffe verständlich erklärt
Strategie, bei der Strom bei niedrigen oder negativen Preisen eingekauft und bei Preisspitzen wieder verkauft wird. Ein zentraler Erlösbaustein für Grauspeicher und Batteriekraftwerke ohne direkte EE-Kopplung.
Stationäres Batteriespeichersystem im industriellen Maßstab. Umfasst Batteriezellen, BMS, PCS, EMS und alle Systemkomponenten für den netzgekoppelten Betrieb.
Elektronisches System zur Überwachung und Steuerung von Batteriezellen. Überwacht SoC, SoH, Temperatur und Spannung jeder Zelle und schützt vor Über- und Tiefentladung.
Verhältnis von Leistung (kW) zu Kapazität (kWh). 1C = vollständige Entladung in 1 Stunde. Bestimmt maßgeblich den Einsatzbereich des Batteriekraftwerks.
Software zur optimierten Steuerung des Batteriekraftwerks. Koordiniert Laden/Entladen nach Marktpreisen und Netzsignalen. Entscheidend für Revenue Stacking und Wirtschaftlichkeit.
Primärregelleistung. Schnellste Regelreserve im europäischen Verbundnetz. Batteriekraftwerke reagieren in Millisekunden – ideal für FCR.
Batteriespeicher, der Strom aus dem öffentlichen Netz bezieht (auch aus konventionellen Quellen) und per Arbitrage oder Regelleistung vermarktet. Kein direkter Bezug zu erneuerbaren Energien.
Batteriespeicher, der direkt mit einer erneuerbaren Energieerzeugungsanlage (Solar, Wind) gekoppelt ist und deren überschüssigen Strom aufnimmt.
Bevorzugte Batteriechemie für stationäre Großspeicher. Hohe thermische Stabilität, 6.000–10.000 Zyklen, geringe Brandgefahr. Marktstandard für Batteriekraftwerke.
Begrenzung der maximalen Leistungsaufnahme aus dem Netz durch Einsatz eines Batteriespeichers. Reduziert leistungsabhängige Netzentgelte für Gewerbe und Industrie erheblich.
Bidirektionaler Wechselrichter. Wandelt DC der Batterie in netzkompatiblen AC und umgekehrt. Bestimmt Reaktionszeit und Wirkungsgrad des Batteriekraftwerks.
Gleichzeitige Teilnahme eines Batteriekraftwerks an mehreren Erlösquellen (FCR, Arbitrage, Peak Shaving). Koordiniert durch das EMS – entscheidend für die Wirtschaftlichkeit.
Intelligentes Stromnetz, das Erzeuger, Verbraucher und Speicher in Echtzeit koordiniert. Batteriekraftwerke sind die flexibelsten Akteure im Smartgrid.
Gesundheitszustand der Batterie: Verhältnis aktueller zu ursprünglicher Kapazität. Wichtige Kenngröße für Wartungsplanung, Gutachten und Wertermittlung.
Thermisches Durchgehen: unkontrollierte Selbsterhitzung einer Batteriezelle. Größtes Sicherheitsrisiko bei Li-Ion-Systemen. Wird durch mehrstufige BMS- und Brandschutzkonzepte beherrscht.
Weiterführende Informationen und persönliche Beratung
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