Was sind Großspeicher?
Als Großspeicher oder Utility-Scale-BESS bezeichnet man stationäre Batteriespeicher ab einer Leistung von ca. 1 MW, die primär für den Einsatz auf Netz- und Systemebene konzipiert sind. Sie unterscheiden sich von Haus- und Gewerbspeichern nicht nur durch ihre Größe, sondern vor allem durch ihre Netzanbindung auf Mittel- oder Hochspannungsebene und ihre Betriebsweise auf Energiemärkten.
Größenklassen im Überblick
| Klasse | Leistung | Kapazität | Typische Anwendung |
|---|---|---|---|
| Kleiner Großspeicher | 1–10 MW | 2–20 MWh | Regelleistung, Arbitrage, Peak Shaving |
| Mittlerer Großspeicher | 10–50 MW | 20–100 MWh | Netzdienstleistungen, FCR, aFRR |
| Utility-Scale | 50–200 MW | 100–400 MWh | Systemdienstleistungen, saisonale Pufferung |
| Grid-Scale | 200+ MW | 400+ MWh | Großskalige Netzintegration erneuerbarer Energien |
Standortanforderungen für Großspeicher
- Netzanschluss auf Mittelspannungsebene (10/20 kV) ab ca. 1 MW
- Hochspannungsanschluss (110 kV) ab ca. 20 MW
- Freifläche: ab ca. 2.000 m² für 10 MWh, ab ca. 1 Hektar für 100 MWh
- Befestigte, ebene Fläche mit Zufahrt für Schwertransporte
- Wasser- und Telekommunikationsanschluss
Investitionskosten
Die Investitionskosten für LFP-basierte Großspeicher (all-in) lagen 2025 bei ca. 180–280 EUR/kWh. Für ein 50-MWh-Projekt bedeutet das Investitionskosten von ca. 9–14 Mio. EUR – zuzüglich Netzanschluss, Grundstück und Genehmigungskosten. Die Kosten sinken weiter: Für 2030 werden unter 120 EUR/kWh erwartet.
Zur Wirtschaftlichkeit: Wirtschaftlichkeit von Batteriekraftwerken.
Weiterführende Informationen und persönliche Beratung
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