Was bestimmt die Wirtschaftlichkeit?

Ein Batteriekraftwerk ist eine Kapitalanlage. Sein Erfolg hängt vom Verhältnis zwischen Investitions- und Betriebskosten einerseits und den erzielbaren Erlösen andererseits ab. Da ein Batteriekraftwerk gleichzeitig auf mehreren Märkten aktiv sein kann (Revenue Stacking), ist die Modellierung der Erlösseite der entscheidende Planungsschritt.

Investitionskosten (CAPEX)

Batteriesystem, PCS, EMS, Transformator, Fundament, Netzanschluss, Genehmigungen, Projektentwicklung. Richtwerte LFP Utility-Scale (2025): 180–280 EUR/kWh all-in. Für 2030 werden unter 120 EUR/kWh erwartet.

Betriebskosten (OPEX)

Wartung, Versicherung, Netzentgelte, EMS-Lizenzen, Fernüberwachung, ggf. Pacht. Typisch: 8–15 EUR/kWh/Jahr.

Erlösquellen

  • FCR: Primärregelleistung – wöchentliche Ausschreibung, attraktiver Leistungspreis
  • aFRR / mFRR: Sekundär- und Tertiärregelleistung
  • Spotmarkt-Arbitrage: Kauf bei niedrigen/negativen Preisen, Verkauf bei Spitzen
  • Peak Shaving: Einsparung von Leistungspreisen für Gewerbe/Industrie
  • Eigenverbrauch: Einsparung von Strombezugskosten
  • Netzdienstleistungen: Bilaterale Verträge mit Netzbetreibern

Typische Renditekennzahlen

KennzahlTypischer Wert
IRR8–14 %
Amortisationszeit7–12 Jahre
LCOE80–160 EUR/MWh

Förderprogramme können die Wirtschaftlichkeit erheblich verbessern: Aktuelle Förderprogramme.

Weiterführende Informationen und persönliche Beratung

Für individuelle Fragen und weiterführende Fachinformationen wenden Sie sich direkt an Solartechnik Bayern – Ihren zertifizierten Fachbetrieb und Gutachter für Batteriespeichersysteme in Bayern.