Was ist ein Grünspeicher?

Als Grünspeicher bezeichnet man einen stationären Batteriespeicher, der direkt mit einer erneuerbaren Energieerzeugungsanlage – typischerweise einem Solarpark oder einem Windpark – gekoppelt ist. Der Speicher nimmt überschüssigen Strom auf, wenn die Erzeugung die momentane Nachfrage übersteigt, und gibt ihn ab, wenn die Erzeugung sinkt oder der Marktpreis attraktiv ist.

Vorteile der direkten EE-Kopplung

  • Reduzierung von Abregelungsverlusten: Ohne Speicher muss überschüssiger EE-Strom abgeregelt werden – der Grünspeicher nimmt ihn auf
  • Höherer Eigenverbrauchsanteil: Bei gekoppelten Anlagen auf Gewerbe- und Industriedächern steigt die Selbstversorgungsquote erheblich
  • Bessere Vermarktung: Strom kann in Preisspitzen verkauft werden statt bei Überangebot
  • Netzentlastung: Geringere Einspeisung in Schwachlastzeiten entlastet das lokale Netz
  • Förderfähigkeit: Kombinierte Anlagen profitieren von mehreren Förderprogrammen

Technische Kopplungsvarianten

Grünspeicher können auf verschiedenen Ebenen mit EE-Anlagen gekoppelt werden: auf DC-Ebene (Gleichstromkopplung, höhere Effizienz, weniger Wandlerverluste), auf AC-Ebene (einfachere Integration in bestehende Anlagen) oder als Hybridanlage mit gemeinsamem Wechselrichter (neueste Generation, höchste Effizienz).

Grünspeicher und EEG

Das EEG 2023 enthält spezifische Regelungen für Speicher in Kombination mit geförderten Erzeugungsanlagen. Insbesondere die Direktvermarktungspflicht und die Regelungen zur Anlagenzusammenlegung sind für die Wirtschaftlichkeitsberechnung relevant. Eine frühzeitige rechtliche Prüfung ist empfehlenswert. Mehr: Wirtschaftlichkeit.

Weiterführende Informationen und persönliche Beratung

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